Caldatrac Industrieofenbau GmbH & Co. KG
Stadt Coburg, Autonome Heizungsregelung in Klassenzimmern der Heimatringschule
Umweltpreis:
Caldatrac Industrieofenbau GmbH & Co. KG

Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Caldatrac Industrieofenbau GmbH & Co. KG für die Errichtung einer außergewöhnlich energieeffizienten Werkhalle

„Energiesparen beginnt nicht erst beim Kunden. Die caldatrac Industrieofenbau GmbH & Co. KG lebt diese Philosophie. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung 2010 auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienten Wärmebehandlungsanlagen spezialisiert und mehr noch: es gestaltet auch die eigenen Prozesse energie- und ressourcenschonend und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Energiewende. So wurde für die Betriebserweiterung 2014 eine alte Fabrikhalle komplett saniert. Bei der Umsetzung wurde ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und Lösungen realisiert die weit über das Notwendigste hinausgehen. […] So wurde die Gebäudehülle mit hochwertigen Fenstern, isolierten Hallentoren und im Vergleich zur üblichen Bauweise hochwertigen Wand- und Deckenelementen versehen. Um ein hocheffizientes Haus zu erhalten, ist zusätzlich eine anspruchsvolle Gebäudetechnik notwendig. […] Ergänzt wird das vorbildliche System durch eine eigenverbrauchsoptimierte Photovoltaikanlage, die 45 % des Betriebs- und Lüftungsstrombedarfs abdeckt. Die Anstrengungen haben sich gelohnt […] : Mit knapp 15.000 kWh (fünfzehntausend Kilowattstunden) Heizenergiebedarf braucht die 850 m² Halle weniger als die meisten Einfamilienhäuser. Der Umweltpreis 2017 der bayerischen Landesstiftung geht an ein vorbildliches und ganzheitlich agierendes Unternehmen, das neben seinen Produkten auch die eigene Arbeit auf die Zukunft ausrichtet und zum Nachmachen anregt.“


Auszug aus der Laudatio

Green City e. V. für das Projekt „Nachhaltiges Leben in der Stadt”
Trägergemeinschaft Heide-Allianz Donau-Ries
Umweltpreis:
Green City e. V. für das Projekt „Nachhaltiges Leben in der Stadt”

Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Green City e. V. für das Projekt „Nachhaltiges Leben in der Stadt”

„[…] Green City e. V. engagiert sich seit nun mehr 27 Jahren für die Umwelt in München. Sie tun das auf eine Art, die von Zuversicht, Kreativität und menschlichem Engagement geprägt ist. Sie scheuen sich nie vor ungewöhnlichen Herangehensweisen, um Menschen einzubinden – nicht nur ins Miteinanderreden, sondern auch ins Miteinandermachen. […] Green City e. V. engagiert sich auf ungewöhnliche Weise und oft publikumswirksam für seine Projekte und Ideen – immer mit Bezug zur Umwelt: Ihr Engagement gilt der Förderung nachhaltiger Mobilität, Stadtgestaltung und Energienutzung, der Umweltbildung und dem Klimaschutz sowie dem sozialen Miteinander. […] Viele Projekte gehen gemischte Zielgruppen an und vernetzen generationenübergreifend wie Urban Gardening, Kleidertausch-Parties und Radel-Aktionen oder wenden sich direkt an Senioren – eine nicht zu unterschätzende soziale Leistung besonders im oft anonymen Großstadtbereich. […] Diese sozial-integrative Funktion ist es, die dem Umwelt- und Naturschutz immer wieder Auftrieb gibt. Green City gibt die Ideen nicht vor. Sie fragen die Mitbürgerinnen und Mitbürger, was möchtest du gerne machen, was kannst du machen und wieviel Zeit möchtest du investieren. Die Motivation der Ehrenamtlichen entsteht unter anderem durch eine hohe Corporate Identity und die Wertschätzung des Ehrenamtes, z. B. durch Danke-schön-Events für die Mitarbeiter, und die persönliche Wertschätzung der Leistungen der einzelnen. […]“


Auszug aus der Laudatio

Dr. Georg Hartmann & Andreas Wimmer, Fachgruppe Analyt. Chemie, TU München
Umweltpreis:
Dr. Georg Hartmann & Andreas Wimmer, Fachgruppe Analyt. Chemie, TU München

Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Dr. Georg Hartmann und Andreas Wimmer, Fachgruppe Analytische Chemie der TU München

„Der Umweltpreis für die „weltweit erste Messung von Silbernanopartikeln in der Umwelt?“ Da mag der Laie fragen, was an der Messung von Partikeln in der Umwelt besonders sein soll. Das Besondere steckt in der Silbe „nano“. „Nano“ ist abgeleitet vom altgriechischen „nanos“ für „Zwerg“. Silbernanopartikel sind Silberteilchen, die sehr klein sind, wobei „sehr klein“ reichlich untertrieben […] ist: 1 nm (Nanometer) verhält sich zu einem Meter wie der Durchmesser einer 1 Cent-Münze zum Durchmesser der Erde. Was aber ist das Besondere an diesen Nanoteilchen und warum ist es so bedeutsam, sie nachweisen zu können? […] Wie für fast alle Technologien gilt auch für die Nanotechnologie: Es gibt Licht- und Schattenseiten. […] Kritische Fragen nach den Risiken für Mensch und Umwelt ließen nicht lange auf sich warten. Die Antwort ist alles andere als einfach. Für das Umweltrisiko gilt: Es kann nur abgeschätzt werden, wenn man weiß, in welchem Ausmaß künstliche Nanoteilchen in der Umwelt vorkommen. Hier liegt das Problem: Die Bestimmung von Nanoteilchen in Umweltproben ist äußerst kompliziert. Das ist auch der Grund, warum sich Aussagen zum Vorkommen von Nanoteilchen in der Umwelt bislang überwiegend auf Berechnungen stützen, die allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Es ist daher von großer Bedeutung Verfahren, Methoden, Wege zur Analytik von Nanoteilchen zu erforschen und zu entwickeln – wie es den Preisträgern beispielhaft gelungen ist.“


Auszug aus der Laudatio

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