Repulping Technology GmbH & Co. KG
Umweltpreis EH-D GmbH für die Entwicklung des EH-D©-Antriebs
Umweltpreis:
Repulping Technology GmbH & Co. KG (Recycling von Faserstoff- und Verbundmaterialien)

Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2020

Repulping Technology GmbH & Co. KG

"Wie wir heute mit unseren Abfällen umgehen, entscheidet darüber, wie die Welt für die nächsten Generationen aussehen könnte. In Deutschland fallen in einem Jahr pro Kopf über 220 Kilogramm Verpackungsabfälle an. Ziel muss es hier sein, so viele Wertstoffe wie möglich im Kreislauf zu halten, das bedeutet, diese zu recyceln und gleichzeitig die Schadstoffe auszuschleusen.

Um das Recycling dreht sich alles bei der Firma Repulping Technology GmbH & Co. KG, die 2014 im Landkreis Aichach-Friedberg gegründet wurde. Dort hat man es sich zum Ziel gemacht, Lösungen für bisher schwer recyclebares Altpapier und für Verbundmaterialien zu finden. […] Das mittelständische Unternehmen aus Schwaben hat hierfür eine Technologie weiterentwickelt und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Mit der Entwicklung der neuen Technologie für das Recycling von Faserstoff- und Verbundmaterialien hat das Team um Herrn Neumüller ein innovatives und zukunftsweisendes Verfahren erarbeitet, das einen Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz leistet. Dieses Verfahren des technischen Umweltschutzes zeigt, wie Recycling weiterentwickelt und vorangetrieben werden kann. Dies wollen wir mit dem Umweltpreis 2020 würdigen.

Wir wünschen Herrn Neumüller alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei der Etablierung Ihrer innovativen Technologie im Recycling von Faserstoff- und Verbundmaterialien. Sie gehen mit Ihrer Idee voran, um die Welt für morgen nachhaltiger zu gestalten und setzen damit einen Impuls zur Ermunterung für uns alle.“

Auszug aus der Laudatio

Biotopverbund Westliche Günz-Ottobeuren – Stiftung KulturLandschaft Günztal
Bayerische Elektrizitätswerke GmbH für das Projekt „Kies für die Iller, freie Wanderung für die Fische der Iller nach 70 Jahren der Isolation“
Umweltpreis:
Biotopverbund Westliche Günz-Ottobeuren

Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2020

Biotopverbund Westliche Günz-Ottobeuren

„92 Kilometer – eine wertvolle Verbindungsachse vom Allgäu bis zur Donau nach Günzburg und ein nachhaltiges und zur Nachahmung empfohlenes Infrastrukturprojekt für unsere Natur! Das ist der Biotopverbund Günztal.

Im Jahre 1994 nahm diese Idee mit dem Start des „Biotopverbund Westliche Günz - Ottobeuren" durch die Herren Nett und Schneider, erste Konturen an. Für das besondere private Engagement wurde den Gründervätern im Jahre 1997 der Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung verliehen. Das damalige Preisgeld haben sie als Grundstock zur Gründung der Stiftung KulturLandschaft Günztal, eingebracht.

Das Motto „Verbindungen schaffen“ zieht sich seitdem wie ein roter Faden durch das Engagement der Stiftung. Im Laufe der Jahre erwuchsen zahlreiche Verbindungen und konstruktive Zusammenarbeiten mit Akteuren aus Naturschutz, Wasserwirtschaft, Fischerei, Landkreisen und Gemeinden, Verbänden, Partnern der privaten Wirtschaft und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. […] Der Biotopverbund im Günztal ist ein Modell für ganz Bayern, wie private Initiativen ergänzend zum staatlichen Naturschutz und in enger Zusammenarbeit mit allen Interessensgruppen einen hochwertigen und großflächigen Biotopverbund aufbauen können.

Mit der Verleihung des Bayerischen Umweltpreises wollen wir ganz besonders das über Jahrzehnte geleistete ehrenamtliche Engagement würdigen. Wir wünschen Ihnen in Ihrem Jubiläumsjahr „20 Jahre Stiftung KulturLandschaft Günztal" (und gleichzeitig 30 Jahre Biotopverbund Günztal) weiterhin ein gutes Gelingen und beste Verbindungen zu all Ihren Partnern für Ihre wertvolle Arbeit zum Schutz unserer Natur und Heimat!“

Auszug aus der Laudatio

Forschungsprojekt „PedeListics“ der TH Nürnberg, Georg Simon Ohm
Projektteam energie-AG, Erfolgskontrolle komplexer technischer Bauleistungen
Umweltpreis:
Technische Hochschule, Nürnberg

Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2020

Technische Hochschule, Nürnberg

„Zukunftsfähige umweltfreundliche Verkehrskonzepte nicht nur im privaten, sondern auch im gewerblichen Bereich sind unverzichtbar, um unsere Städte und Ballungsräume lebenswert zu erhalten. Mit dem Nationalen Radverkehrsplan 2020 (NRVP) bekennt sich die Bundesregierung zu ihrer Verantwortung für eine nachhaltige Mobilität in Deutschland und speziell zur Förderung des Radverkehrs.

[…] Das Projekt PedeListics unter der Teamleitung von Prof. Dr.-Ing. Ralf Bogdanski setzt hier an und verschreibt sich in der Umsetzung konsequent dem Thema Nachhaltigkeit – in Verknüpfung der drei Ebenen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Die entwickelte Lastenrad-Logistik will nicht nur die Antriebsart von Verkehrsteilnehmern umweltfreundlich gestalten, sondern die Verkehrsplanung von Grund auf zukunftsfähig denken. Die städtische Lebensqualität erfährt durch die intelligente Konzeption der Logistik eine deutliche Aufwertung: Die benötigte Fläche der Verkehrsteilnehmer schrumpft auf weniger als ein Viertel und der Ausstoß von Schadstoffen (NOx, PM10 und CO2) sank in einem Pilotprojekt im Vergleich zum konventionellen Logistikbetrieb um 25%. Weitere Pluspunkte sind die geringen Lärmemissionen, die Wendigkeit der Fahrzeuge, der effiziente Einsatz von Ressourcen und die reduzierte Gefährdung anderer Nutzer des öffentlichen Raums.

Wir gratulieren Ihnen, Herr Prof. Dr.-Ing. Bogdanski, und Ihrer gesamten Forschungsgruppe – Herrn Marius Bayer, Herrn Markus Seidenkranz, Frau Cathrin Cailliau und Herrn Marc Reed - ganz herzlich zum Umweltpreis. Wir wünschen Ihnen weiterhin gutes Gelingen bei der Implementierung der Transportlogistik mit Fahrrädern in bayerischen Kommunen und darüber hinaus.“

Auszug aus der Laudatio