In Bayern ist der Biotopverbund seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Jahr 2019 ein prioritäres gesamtgesellschaftliches Anliegen.
Die Stadt Mainburg im Landkreis Kelheim hat sich das Thema Biotopverbund bereits vor rund 30 Jahren auf die Fahnen geschrieben. Mit Förderung durch das Bayerische Umweltministerium begannen sie damals beispielhaft auf kommunaler Ebene ihr Biotopverbundprojekt Mainburg.
Das Projekt führt zur Verbesserung des Biotopverbunds, zum Erhalt und zur Optimierung charakteristischer Lebensraumtypen im Tertiärhügelland und zur Steigerung der Lebensraumverfügbarkeit und Lebensraumqualität für seltene und gefährdete Arten.
[…] Das Projekt ist ein Vorzeigeprojekt. Es ist übertragbar und hat Modellcharakter für andere Kommunen. Die Nachahmung wird empfohlen, denn nur gemeinsam können wir das ambitionierte Ziel 15 % Biotopverbund im bayerischen Offenland erreichen. Es unterstützt nicht nur wichtige Ziele der Bayerischen Staatsregierung, sondern trägt auch wesentlich zu einer lebenswerten, gemeinsam gestalteten Zukunft für uns alle bei.
Auszug aus der Laudatio
Die Wanderausstellung „Land.schafft.Klang“ stellt künstlerisch und wissenschaftlich die akustische Dimension der Artenvielfalt und auch deren Verlust in bayerischen Agrarlandschaften dar. Im Fokus steht nicht wie so oft das Sehen, sondern ein unterschätzter Sinn bei der Diskussion um Natur- und Artenschutz, das Hören.
Durch die Erfassung und Präsentation von Klanglandschaften wird nicht nur das Bewusstsein für die Biodiversität geschärft, sondern auch das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge in unseren Ökosystemen gefördert.
Ziel ist es, die Bedeutung artenreicher Lebensräume sowohl emotional als auch intellektuell zu vermitteln, Wissenstransfer zu ermöglichen und Akteure aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Bildung und Öffentlichkeit zu vernetzen.
[…] In einer Zeit, in der der Verlust der Biodiversität eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft darstellt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir für dieses Thema sensibilisieren. „Land.schafft.Klang“ leistet hierbei einen hervorragenden Beitrag und zeigt, wie Bildung und Kunst Hand in Hand gehen können, um das Bewusstsein für unsere Umwelt zu stärken.
Auszug aus der Laudatio
Dürreperioden auf der einen und Starkregenereignisse auf der anderen Seite sind bereits deutlich spürbare Auswirkungen des Klimawandels, die uns vor große Herausforderungen stellen. Der Neuherberger Wasserweg stellt gleich in mehrerlei Hinsicht eine innovative und praxisorientierte Maßnahme dar, die dem Hochwasserschutz und dem Landschaftswasserhaushalt gerade in Zeiten der Klimaerwärmung zuträglich ist.
Die Gemeinde Ergersheim hat vor dem Eindruck des Trockenjahres 2022 hier die „Flucht nach vorne“ angetreten. Die Neuordnung der gemeindlichen Abwasserentsorgung führte dazu, dass die Becken der ehemaligen Teichkläranlage nicht mehr benötigt werden. Hier entstand der wegweisende Gedanke, diese Becken zum Rückhalt und zur Speicherung des wertvollen Regenwassers zu verwenden.
Der alte Trennkanal dient nun als Hochwasser- und Regenwasserableitung. Im ehemaligen Schönungsteich entsteht ein Hochwasserrückhaltebecken, das das Grundwasser stabilisiert. Das ehemalige Absetzbecken dient künftig als Wasserspeicher, damit die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gemeinde das Wasser in Trockenzeiten zur Bewässerung nutzen können und es der Feuerwehr als Löschwasser zur Verfügung steht.
[…] Das Projekt soll auch ein anregendes Beispiel für andere Gemeinden sein für einen sinnvollen und zukunftsgerichteten Umgang mit der bestehenden Infrastruktur und aktiver Einbindung der Bevölkerung.
Auszug aus der Laudatio