Kulturpreis 2025: Projekt – Arche Musica
Kulturpreis:
Projekt 2025 – Arche Musica

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2025

Projekt 2025 – Arche Musica

Mit dem „Projekt 2025 - Arche Musica“ wird ein Projekt ausgezeichnet, das mit Hilfe von Musik innovative Wege in der Erinnerungskultur einschlägt.

Ziel des „Projekts 2025 - Arche Musica“ ist der Aufbau eines digitalen Archivs mit in Vergessenheit geratenen jüdischen Musikstücken, um so dieses musikalische Erbe zu bewahren und zugleich allen zugänglich zu machen.

Neben der Digitalisierung deutsch-jüdischer Musikkultur aus den Jahren 1890 bis 1957 initiierten die Projektträger darüber hinaus in den vergangenen Jahren mehrere Veranstaltungsreihen in Oberfranken. In den Jahren 2023 und 2024 fanden die Projekttage „Alef Bet – das musikalische Alphabet der Erinnerungskultur“ an Schulen in Stadt und im Landkreis Bamberg statt.

Gerade in Zeiten von steigendem Antisemitismus sind derartige Bildungsprojekte wie das „Projekt 2025 - Arche Musica“ überaus wertvoll, da sie einen wichtigen Beitrag zur Werte- und Wissensvermittlung leisten, den Austausch zwischen Deutschland und Israel fördern sowie durch Musik und persönliche Begegnung erste Berührungspunkte mit jüdischer Geschichte und Kultur sowie Jüdinnen und Juden schaffen.

Für sein langjähriges und vielfältiges Engagement und innovative Projekte in der musikalischen Erinnerungskultur ist das „Projekt 2025 - Arche Musica“ des Vereins zur Gründung der Kulturstiftung Schloss Wernsdorf e. V. würdig, mit dem Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet zu werden.

Auszug aus der Laudatio

Carolin No (Carolin und Andreas Obieglo)
Kulturpreis:
Carolin No (Carolin und Andreas Obieglo)

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2025

Carolin No (Carolin und Andreas Obieglo)

Carolin No, das sind Carolin Obieglo (* in Würzburg) und Andreas Obieglo (* in Deggendorf), ein äußerst vielseitiges unterfränkisch-niederbayerisches Singer-Songwriter-Duo. Die Multi-Instrumentalisten schreiben, komponieren und musizieren auf sehr hohem künstlerischem Niveau, produzieren ihre Songs selbst und haben mittlerweile 14 gemeinsame Alben veröffentlicht.

[…] Die tiefgründigen Songtexte, mittlerweile überwiegend in deutscher Sprache und zum Teil auch im Dialekt, handeln vom Leben und von Lebenserfahrungen, von Licht und Schatten, von unerfüllten Träumen, stillen Zweifeln und immer auch von Zuversicht.

2017 erhielten die beiden Ausnahmekünstler den Kulturförderpreis ihrer Heimatstadt Würzburg. Ihr aktuelles Album On & On wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 1/2025 in der Kategorie Liedermacher nominiert.

Carolin No haben es geschafft, sich in ihrer Region und weit darüber hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad und einen ausgezeichneten Ruf aufzubauen.

Mit der diesjährigen Nominierung soll hervorgehoben werden, dass es im Genre Rock/Pop/Singer-Songwriter herausragende Musikerpersönlichkeiten gibt, die mit ihrer Arbeit und ihrem künstlerischen Ausdruck viele Menschen bewegen, ohne den Mainstream zu bedienen.

Auszug aus der Laudatio

Florian Nagler
Kulturpreis:
Florian Nagler

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2025

Florian Nagler

Der Architekt Florian Nagler hat mit seinen realisierten Gebäuden die Baukunst und Baukultur in Bayern über einen Zeitraum von über 25 Jahren beispielgebend und nachhaltig geprägt. Zudem kommt ihm eine wegweisende Bedeutung als Vorreiter auf dem Gebiet des „Einfachen Bauens“ zu.

[…] Eine selbstkritische Reflexion seiner bisherigen Bauten bewegte ihn zur Anpassung seiner Architekturauffassung in Richtung des „Einfachen Bauens“. „Innovation durch Reduktion“ lautet der Leitsatz.

[…] Ein weiterer Schwerpunkt seines Architektenlebens ist neben dem Planen und Bauen im Architekturbüro die wissenschaftliche Tätigkeit in Lehre und Forschung an der Technischen Universität München als Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Entwerfen und Konstruieren. Seine Forschungstätigkeit kreist dabei schwerpunktmäßig um das Thema des „Einfachen Bauens“.

[…] Aufgrund seiner hohen fachlichen Kompetenz ist er in unterschiedlichen Gremien wie beispielsweise Gestaltungsbeiräten, der Bundestiftung Baukultur, der Akademie der Künste in Berlin und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste vertreten.

[…] Die Bauten des Architekten Florian Nagler haben die Kulturlandschaft Bayerns durch ihren einfügenden, ökologischen und ästhetischen Charakter in außerordentlicher Weise geprägt und bereichert. Sie stellen einen hervorragenden Beitrag für die gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben des Bauens in unserer Heimat Bayern dar.

Auszug aus der Laudatio