Anne-Sophie Mutter, Geigerin
Kulturpreis Georg Ringsgwandl
Kulturpreis:
Anne-Sophie Mutter, Geigerin

Entgegennahme des Preises stellvertretend durch

Herrn Peter Köhler, Vorstand Anne-Sophie-Mutter-Stiftung.

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Anne-Sophie Mutter, Geigerin

„Die 1963 in Rheinfelden, Baden geborene und in München lebende Anne-Sophie Mutter gilt seit Jahrzehnten als eine der bedeutendsten und berühmtesten Geigerinnen der Welt. Bereits als Kind stand ihr Berufswunsch fest. Mehrmals gewann sie den Wettbewerb „Jugend musiziert“. Ihre Karriere begann 1976 bei den Festspielen in Luzern. 1977 wurde sie in Salzburg bei ihrem Debüt mit einem Mozart-Konzert unter Herbert von Karajan gefeiert. Anschließende Konzerte und Einspielungen mit den Berliner Philharmonikern unter Karajan in den 1980er Jahren verhalfen ihr zum internationalen Durchbruch. Anne-Sophie Mutter ist für ihre herausragenden Einspielungen der Werke von Beethoven, Brahms, Bruch, Dvorak, Mozart oder Mendelssohn weltberühmt […], besitzt die seltene künstlerische Fähigkeit, makellose Technik, vollendete Virtuosität sowie innigstes Gefühl und tiefe Musikalität miteinander zu verbinden. Sie wird gerühmt für den Reichtum und Seele ihres Tons, die Direktheit der Gefühlsäußerung, verbunden mit einem eindrucksvollen Temperament. Anne-Sophie Mutter engagiert sich in der Förderung junger Streicher und des Musik-Spitzennachwuchses […] und für wohltätige Projekte im sozialen und medizinischen Bereich, die sie durch Benefizkonzerte unterstützt. Anne-Sophie Mutters zahlreiche hohe Preise und Auszeichnungen sind Spiegel ihres humanitären Wirkens wie ihrer künstlerischen Fähigkeiten […]. 2011 erhielt sie den Erich-Fromm-Preis für ihr umfassendes soziales Werk und den Gustav-Adolf-Preis für ihr sozialdiakonisches Engagement."


Auszug aus der Laudatio

Eugen Gomringer, Schriftsteller
Kulturpreis:
Eugen Gomringer, Schriftsteller

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Eugen Gomringer, Schriftsteller

„Geboren 1925 in Bolivien, wuchs Gomringer in der Schweiz auf, studierte von 1944 bis 1950 in Bern und Rom, arbeitete an der Ulmer Hochschule für Gestaltung, beschäftigte sich mit Werbung und Design; er wurde Geschäftsführer des Schweizerischen Werkbundes (1961-67), schließlich Kulturbeauftragter der Rosenthal AG in Selb (1967-85). Seit 1978 ist er Professor für Theorie der Ästhetik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, nach der Emeritierung 1990 Honorarprofessor an der Hochschule Zwickau sowie mehrfacher Gastprofessor […]. Seit mehr als 40 Jahren lebt er in Rehau/Oberfranken, wo er seit dem Jahr 2000 zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn das "Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie" leitet. […] Gomringer gilt als Begründer der „Konkreten Poesie“, die sich nach seinen Worten in radikaler Einfachheit „auf einzelne Lettern und Buchstaben des Alphabets und einzelne Worte und ganz kurze Sätze bezog. Wobei aber jedes Wort seine eigene Betonung seine eigene Bedeutung erhält". Meist handelt es sich um einfache Konstellationen, typographische Arrangements von Wörtern und ihre gezielte Umgruppierung, wodurch überraschende Beziehungen und Effekte entstehen. In solchen visuellen Gedichten ist das Wort nicht mehr nur Bedeutungsträger, sondern materiales Gestaltungselement. Die konkrete Poesie war v.a. in den Jahren von 1955 bis 1970 sehr beliebt, fand Eingang in die Werbung und die Schulbücher. Sie hatte zeitweise erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Lyrik."


Auszug aus der Laudatio

Theater Pfütze, Nürnberg
Kulturpreis:
Theater Pfütze, Nürnberg

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Theater Pfütze, Nürnberg

„Das Theater Pfütze besteht seit 1983. Es zeichnet sich seit Beginn aus durch sein durchdachtes, erfolgreiches und langfristig wirksames Konzept einer stimmigen Verbindung von Bühnenkunst und Theaterpädagogik. Das Repertoire umfasst bühnenadaptierte, kindergeeignete Literatur ebenso wie ausgefeilte Eigenproduktionen, in aller Regel unterlegt mit selbstproduzierter Musik. Alle Stücke – die übrigens auch als Gastspiel gebucht werden können – sind von Anfang an auf ihre Eignung für eine Altersgruppe hin konzipiert: von der Produktion, geeignet ab dem Kindergartenalter bis hin zum Theater für Jugendliche und junge Erwachsene reicht das Spektrum. Erwachsene sind immer gern gesehen in der Pfütze und kommen dabei ebenfalls zu einem auch für sie anrührenden und bewegenden Theatererlebnis. Weithin bekannt, renommiert und beispielhaft ist das sorgfältig ausgearbeitete Ausstattungsprinzip, mit dem die Theaterstücke präsentiert werden: man darf sich in jedem Fall darauf verlassen, dass kindgerecht, modern, einfallsreich und künstlerisch herausragend gearbeitet wird. Die theaterpädagogische Arbeit des Theaters Pfütze geht weit über ein Kurs- oder Workshop-Angebot hinaus. Einfallsreichtum, künstlerische Qualität und klares Konzept sind also die Grundlage für das langfristige Gelingen des Projekts Theater Pfütze. Eine große Portion Liebe zum Theater, schöpferische Leidenschaft und Sympathie für ihr Publikum machen die Pfütze zu einem herausragenden und damit preiswürdigen Leuchtturm der bayerischen Theaterszene."


Auszug aus der Laudatio

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.