Doris Dörrie, Autorin und Regisseurin
Kulturpreis Doris Dörrie
Kulturpreis:
Doris Dörrie, Autorin und Regisseurin

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2018

Doris Dörrie, Autorin und Regisseurin

„Doris Dörrie zählt zu den bekanntesten und renommiertesten Autorinnen und RegisseurInnen des deutschen Films. Sie hat dem deutschen Film neue Impulse gegeben, dem Genre der Komödie eine neue Qualität verliehen und immer wieder auch existenzielle und tabuisierte Inhalte thematisiert. Sie studierte Theaterwissenschaft und Schauspiel in den USA, ab 1975 dann an der Hochschule für Film und Fernsehen, wo sie heute als Professorin für angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung lehrt. Bereits während des Studiums an der HFF München gab sie ihr Regiedebüt mit dem Dokumentarfilm ‚Ob's stürmt oder schneit‘ […]. Der große Durchbruch gelang ihr dann mit der Filmkomödie ‚Männer‘ aus dem Jahre 1985, der sie schlagartig auch international bekannt machte. Die Geschichte über zwei rivalisierende Männer […] wurde in Deutschland und im Ausland zu einem überragenden Publikumserfolg und gewann vier Deutsche Filmpreise, darunter den Drehbuchpreis für Doris Dörrie selbst. […] Die Tätigkeiten von Doris Dörrie beschränken sich aber nicht nur auf große Spielfilme, sie dreht ebenso Dokumentarfilme, schreibt Romane, Kurzgeschichten oder Kinderbücher bis hin zu der Inszenierung von Opern. Für all das wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit zahlreichen Filmpreisen, Drehbuchpreisen, dem Bundesverdienstkreuz und dem deutschen Bücherpreis. […] Wie das Leben selbst, so oszillieren die Filme von Doris Dörrie zwischen Heiterkeit und Ernsthaftigkeit. Ihre Filme sind lebensnah - dem Leben nah, denn wie sie selbst sagt ‚Die Realität ist immer noch schräger als alle Fiktion‘.“

Auszug aus der Laudatio
Konstantin Grcic, Designer<br>
Kulturpreis Konstantin Grcic
Kulturpreis:
Konstantin Grcic, Designer

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2018

Konstantin Grcic, Designer

„Konstantin Grcic zählt weltweit zu den bekanntesten, bedeutendsten und renommiertesten Designern. […] Seit Beginn seiner Tätigkeit beschäftigt er sich mit Gegenständen des Wohnens und des täglichen Gebrauchs, die unser aller Leben bereichern. Hierzu gehören alle Arten von Möbeln wie Regale, Tische und Sitzmöbel, aber auch Lampen, Keramiken, Uhren oder Papierkörbe, die in den unterschiedlichsten Materialien Kunststoff, Holz, Stahl, Marmor oder Karbon gefertigt werden. Grcic entwirft Ausstellungs-displays und kuratiert immer wieder Ausstellungen. So hatte er große Einzelausstellungen bei Vitra in Weil am Rhein und in der Neuen Sammlung – The Design Museum in München, die er auch selbst inszeniert hat. Sein sogenannter Chair-ONE ist gleichsam zu einem Markenzeichen von Konstantin Grcic geworden. Kurz nach seiner Markteinführung ist er heute einer der beliebtesten Stühle und gilt weltweit als Designikone. […] Entwurf, Herstellungsverfahren und Material gehen bei Konstantin Grcic eine ideale Symbiose ein. […] All seine Entwürfe sind in ihrer Auseinander-setzung mit Materialbeschaffenheit, des Auslotens der technischen Möglichkeiten und der Suche nach der idealen Form und Funktion zeitgenössisch und visionär. […] Die Möbel von Grcic sind auf das Wesentliche reduziert, sie sind pur, klar und bei aller Raffinesse und delikaten Formfindung sachlich. Seine Entwürfe definieren sich durch ein Höchstmaß an Innovation im Bereich Material, Technik und Gestalt, durch Präzision, Effizienz sowie Formvollendung und besitzen so eine besondere gesellschaftliche Relevanz.“

Auszug aus der Laudatio

Josef E. Köpplinger, Spielleiter und Regisseur
Kulturpreis Josef E. Köpplinger
Kulturpreis:
Josef E. Köpplinger, Spielleiter und Regisseur
Die Entgegennahme des Preises erfolgte stellvertretend
durch Herrn Klattenhoff.

Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2018

Josef E. Köpplinger, Spielleiter und Regisseur

„Josef E. Köpplinger ist zwar in Niederösterreich geboren und aufgewachsen, sein bisheriges berufliches Lebenswerk und seine künstlerische Laufbahn sind aber untrennbar mit Bayern verbunden.
Er war noch Student an der Wiener Musikhochschule, als er 1988 nach Regensburg kam, wohin ihn die damalige Intendantin Marie Theres List als jüngsten Spielleiter an die Städtischen Bühnen engagierte. Marie Theres List war es auch, die ihn ermunterte, erstmals eine Regiearbeit zu übernehmen. […] Köpplinger konnte offenbar alles: Schauspiel genauso wie Oper, vor allem aber hatte er ein besonderes Händchen für das angeblich Leichte, für Operette und Musical. Damit beglückte er in der Folge das Publikum in vielen bayerischen Städten, unter anderem in Regensburg, Augsburg, Würzburg, Nürnberg und am Münchner Gärtnerplatztheater, aber auch in Wien, Graz, Hamburg und Straßburg. […] Josef Köpplinger hat von Anfang an Kinder und Jugendliche als wesentliche Adressaten seiner Theaterarbeit betrachtet und diesen Bereich seines Repertoires liebevoll gepflegt. […] Wer jemals das Kindermusical ‚Tschittitschitti bängbäng‘ live erlebt hat – mit vollem Orchester, großem Chor, fabelhaften Solisten, einem fliegenden Auto und hunderten vor Begeisterung kreischenden Kindern, Jugendlichen und auch ein paar Eltern, der weiß, welches Potenzial die für die Zukunft des Theaters so wichtigen jungen Menschen darstellen, wenn man sie richtig anspricht. Auch für diese wichtige Bildungs- und Kulturarbeit gebührt Josef Köpplinger Dank – und 30 Jahre Köpplinger in Bayern sind ein sehr guter Anlass dafür!“


Auszug aus der Laudatio

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