Projekt „Zukunftswerkstätten – Jugend im Landkreis Kulmbach
Sozialpreis:
Projekt „Zukunftswerkstätten – Jugend im Landkreis Kulmbach"

Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Projekt „Zukunftswerkstätten – Jugend im Landkreis Kulmbach"

„Mit dem bemerkenswerten Projekt „Zukunftswerkstätten – Jugend im Landkreis Kulmbach“ wird den Gemeinden des Landkreises Kulmbach bereits seit Herbst 2013 die Möglichkeit geboten, junge Menschen in die kommunalpolitische Willensbildung ihrer Gemeinde einzubeziehen. Zusammen mit den jeweiligen Gemeinden und deren Jugendsprechern werden dabei Vorschläge, aber auch die „Sorgen und Nöte“ der Jugendlichen in Arbeitsgruppen, den sog. „Zukunftswerkstätten“, gesammelt. Das Projekt konnte bislang bereits in zwölf von 21 Gemeinden des Landkreises Kulmbach durchgeführt werden. Das Konzept, das vom Kreisjugendring Kulmbach entwickelt wurde, wird dabei von Zukunftswerkstatt zu Zukunftswerkstatt fortgeschrieben und jeweils an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Besonders hervorzuheben ist die Vertiefung der Verwurzelung und Identifikation der jungen Menschen mit ihrer Heimatgemeinde, die durch das Projekt erreicht wird. […] Es freut mich außerordentlich, dass dieses im wahrsten Sinne des Wortes „zukunftsträchtige“ und wegweisende Projekt mittlerweile auch schon vom Kreisjugendring Nürnberger Land übernommen und erfolgreich umgesetzt wurde, und dass auch weitere Kommunen planen, das Projekt der „Zukunftswerkstätten“ umzusetzen. Dies verdeutlicht die besondere Modellhaftigkeit des Projekts, das heute völlig zu Recht mit dem Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet wird."


Auszug aus der Laudatio

SKM Kath. Verein für soziale Dienste Memmingen und Unterallgäu e.V.
Sozialpreis:
SKM Kath. Verein für soziale Dienste Memmingen und Unterallgäu e.V.

Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

SKM Kath. Verein für soziale Dienste Memmingen und Unterallgäu e.V.

„Seit seiner Gründung im Jahr 1986 hat sich der SKM Katholischer Verein für soziale Dienste Memmingen und Unterallgäu e. V. kontinuierlich weiterentwickelt. Anfangs lag der Schwerpunkt auf der ehrenamtlichen Straffälligenhilfe, die seit dem Jahr 1993 von hauptamtlicher Sozialarbeit unterstützt wird. Parallel dazu etablierte sich die Wohnungslosenhilfe mit der Memminger Wärmestube, die ganzjährig geöffnet und betreut ist. In Zusammenarbeit mit der Justiz werden für Jugendliche und Heranwachsende Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz angeboten – Betreuungsweisung, Sozialer Trainingskurs und Täter-Opfer-Ausgleich. Sie arbeiten präventiv mit dem Ziel, Haft zu vermeiden. Im Projekt „Let´s talk“ […] beraten Schüler oder Auszubildende unter Anleitung einer Sozialpädagogin auf Augenhöhe mit jugendlichen Ersttätern über die Delikte und den Möglichkeiten zu deren Wiedergutmachung. Aus einem Projekt mit strafunmündigen Kindern, das bundesweit auf Interesse gestoßen war, ist in Memmingen die Jugendsozialarbeit an Schulen hervorgegangen. Mittlerweile ist sie mit dem SKM als Träger an den Mittelschulen der Stadt Memmingen und des Landkreises Unterallgäu, am sonderpädagogischen Förderzentrum in Mindelheim sowie an der Berufsschule im Landkreis wie auch Grundschulen etabliert. Sie nimmt junge Menschen, die in schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen aufwachsen, gezielt in den Blick und unterstützt und fördert deren Persönlichkeitsentwicklung durch sozialpädagogische Leistungen. […]“


Auszug aus der Laudatio

Vesperkirche Schweinfurt – Miteinander für Leib und Seele
Sozialpreis:
Vesperkirche Schweinfurt – Miteinander für Leib und Seele

Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2017

Vesperkirche Schweinfurt – Miteinander für Leib und Seele

„Kirchen sind Orte, an denen wir sonntags zusammenkommen, um Gottesdienst zu feiern und um Gott persönlich nahe zu sein. […] Ein sonntäglicher Blick in die Kirchen zeigt aber auch, dass das nur für einen kleinen Teil unserer Gesellschaft zutrifft. […] Eine besondere Ausnahme gibt es seit drei Jahren in der Kirche St. Johannis in Schweinfurt! Drei Wochen lang füllt sich das Gotteshaus Tag für Tag zur Mittagszeit mit einer Vielzahl an Besuchern! […] In diesen drei Wochen riecht es unverkennbar nach Mittagessen, wenn Sie die Kirche betreten. Bis zu 450 warme Mahlzeiten werden pro Tag ausgegeben. Den Kirchenraum erkennen Sie nicht wieder. Keine Bänke in Reihe, keine Ausrichtung zum Altar, sondern eine Vielzahl an liebevoll gedeckten Tischen, die zur „Vesper“ einladen und der Kirche in diesen Wochen ihren Namen „Vesperkirche“ geben. Als Besucher werden Sie beim Betreten der Kirche bereits willkommen geheißen, an einen Tisch gebracht und den Menschen, die dort sitzen, vorgestellt. So kommen Menschen zusammen, die sich vermutlich sonst nicht begegnen würden. Da sitzt der Bankangestellte neben der Rentnerin, die Verkäuferin aus der Fußgängerzone neben dem Obdachlosen und die Sprechstundenhilfe neben dem Handwerker, alle an einem Tisch. Die Vesperkirche Schweinfurt wird […] zu einem Zeichen von gelebtem Miteinander und Füreinander in unserer pluralistischen Gesellschaft. Sie zeigt, wozu ehrenamtliches Engagement fähig ist und verdeutlicht, welche sozialen Probleme es in unserem reichen Land immer noch gibt.“


Auszug aus der Laudatio

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