AETAS Kinderstiftung
Sozialpreis:
AETAS Kinderstiftung

Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2025

AETAS Kinderstiftung

Der AETAS Kinderstiftung ist höchste Anerkennung auszusprechen – für ihr außergewöhnliches Engagement, ihre Menschlichkeit und ihre unermüdliche Kraft, Kinder und Jugendliche in ihren schwersten Stunden nicht allein zu lassen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 ist die Stiftung zur verlässlichen Stütze für junge Menschen geworden, die durch tiefgreifende Lebenskrisen erschüttert wurden – sei es durch den Verlust eines geliebten Menschen, durch Unfälle oder andere tragische Ereignisse.

Was die Arbeit dieser Stiftung so besonders macht, ist ihr ganzheitlicher, einfühlsamer Ansatz: Sie reagiert nicht nur auf das akute Leid, sondern setzt frühzeitig an – um Schlimmeres zu verhindern.
Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung intensiv in der Netzwerkarbeit mit anderen Helfenden, Jugendämtern und Facheinrichtungen, um betroffenen Kindern frühzeitig die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Für ihr Wirken, für ihr Herzblut und für ihren Einsatz für die Schwächsten in unserer Gesellschaft wird die AETAS Kinderstiftung für den Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung vorgeschlagen.

Auszug aus der Laudatio

Pflegeübungszentrum des Caritasverbandes für den Landkreis Rhön-Grabfeld e. V.
Sozialpreis:
Pflegeübungszentrum des Caritasverbandes für den Landkreis Rhön-Grabfeld e. V.

Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2025

Pflegeübungszentrum des Caritasverbandes für den Landkreis Rhön-Grabfeld e. V.

Das PflegeÜbungsZentrum (PÜZ) der Caritas Rhön-Grabfeld bietet eine wichtige Entscheidungshilfe für die Gestaltung der künftigen Lebenssituation von Pflegebedürftigen und Angehörigen.

[…] Das von Pflegefachkräften aus deren langjähriger Erfahrung entwickelte Konzept sieht vor, ein Probewohnen im „PÜZ“, unter Anleitung und Schulung auszuprobieren, ob und wie Pflege daheim funktionieren kann.

Gemeinsam mit den Fachkräften wird zudem erörtert, ob sich das Zuhause behindertengerecht gestalten lässt, ob die Dienste einer Sozialstation entlastend wirken können, oder ob doch ein Platz im Pflegeheim bzw. eine teilstationäre Wohnform die richtige Wahl wäre. Bei Fragen der Finanzierung und Antragstellungen steht das PÜZ-Team beratend zur Seite. So entsteht meist schon im PÜZ die Perspektive für eine lebenswerte Zukunft, sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für die Pflegenden.

Im Jahr 2019 wurde das PÜZ in Betrieb genommen und erfährt seitdem einen großen Zuspruch. Bewusst ist die Einrichtung so konzipiert, dass auch andere Landkreise und Regionen das Pflegeübungs-Modell übernehmen und so flächendeckend neue Maßstäbe für moderne Unterstützungsformen bieten können.

Auszug aus der Laudatio

Fliederlich e. V. – Queeres Zentrum Nürnberg
Sozialpeis:
Fliederlich e. V. – Queeres Zentrum Nürnberg

Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2025

Fliederlich e. V. – Queeres Zentrum Nürnberg

Im Sommer 1978 als „Schwulengruppe“ gegründet, ist Fliederlich seit über 47 Jahren eine Anlaufstelle für queeres Leben in Nordbayern. Mit dem Ziel der Selbsthilfe, Selbstfindung und Emanzipation entwickelte sich die „alte Tante“ Fliederlich in Nürnberg zum queeren Zentrum, das bundesweit und sogar international wirkt.

[…] Heute versteht sich der Fliederlich e.V. als Ansprechpartner für lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Personen (LSBTIQ) aller Altersstufen im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen und setzt sich gegen deren Diskriminierung ein. Sein Engagement ist fokussiert auf die Bereitstellung von Informationen sowie auf eine Vielzahl an Beratungsangeboten. Das Queere Zentrum in Nürnberg bietet zudem niedrigschwellig Raum und Austauschmöglichkeiten für Treffen und Anlaufstellen in verschiedenen Lebenslagen, für verschiedene Altersgruppen und sexuelle Orientierungen.

[…] Dabei hat der Verein es seit seiner Gründung verstanden, die Anliegen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen, intergeschlechtlichen und queeren Personen (LSBTIQ) in die Gesellschaft zu tragen und so zu einer breiteren Akzeptanz dieses Personenkreises in der Bevölkerung und zu deren rechtlicher Gleichstellung beizutragen. Fliederlich organisierte zum Beispiel 1988 den ersten bayernweiten CSD in Nürnberg mit.

[…] Diese einzigartige Kombination aus einem nachhaltigen Engagement für die Interessen eines zur Zeit der Vereinsgründung eher noch unbeachteten Personenkreises, ständiger eigener Weiterentwicklung sowie dem Einsatz für den bayernweiten Auf- und Ausbau von LSBTIQ-Strukturen hat die Jury von der Preiswürdigkeit des Fliederlich e.V – Queeres Zentrum Nürnberg überzeugt.

Auszug aus der Laudatio